SESSIONS

ESSAY
»Man muss sich die Gelüste des Menschen als ein Meer aus bunten Murmeln vorstellen. Unmöglich, sie alle zu zählen. Und ständig findet man eine, die man noch nicht kannte.«

Während die aktuelle Sexualpsychologie zum Teil mit dem traditionellen christlichen Wertekanon bricht, gelten Fetische und sexuelle Rollenspiele gesellschaftlich weiterhin als abnorm und krank. Das allgemeine Bild von fetischistischer Sexualität ist von Gewaltfantasien, Lack und Leder geprägt. Jedoch ist die Vielfalt ungleich größer und lässt sich schlecht auf bestimmte Reize und Fantasien beschränken.

Aufgrund der fehlenden gesellschaftlichen Akzeptanz sehen sich viele Menschen nach wie vor gezwungen, ihre Andersartigkeit zu unterdrücken oder heimlich auszuleben. Durch die ständige Verfügbarkeit des Internets entwickeln die Liebhaber exotischer Sexualpraktiken jedoch ein neues Selbstverständnis und leben ihre Vorlieben nicht mehr ausschließlich im Verborgenen aus.

»Sessions« taucht in ein Parallelwelten ein, die fesselnd und abschreckend, verstörend und faszinierend, genau wie unbeschwert exotisch und dabei meist erschreckend harmlos sind. Was die Menschen eint, deren Geschichten in den Bildern zu sehen sind, ist die sinnstiftende Suche nach elementaren menschlichen Bedürfnissen, wie Freiheit, Wärme und Geborgenheit. Vielleicht auch Glück. Und bestimmt ein wenig sexueller Befriedigung.

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